60 Minuten Dokumentarfilm

Das Berliner Stadtschloss -

auf den Spuren von Christian Eltester

ab Ende Dezember hier streamen oder DVD bestellen!

Drei wichtige deutsche Historiker kommen zu Wort

Dr. Jürgen Luh

Im Vorstand der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten und Direktor des Research

Center Sanssouci, Potsdam

Thema: Der Grosse Kurfürst und

Friedrich III.

300 Jahre alte Dokumente wurden neu analysiert.


Stammen die ersten Umbaupläne und die Idee gar nicht von Andreas Schlüter?


Gab es eine Zusammenarbeit der beiden Barock-Baumeister?


Sehen Sie in diesem Dokumentarfilm was wirklich in den Jahren 1696 bis 1699 passierte.


Auszüge aus noch unveröffentlichten Briefen und Dokumenten aus dem Eltester-Familienarchiv an den Großen Kurfürsten und Friedrich III., die einen neuen Einblick in die Zeit geben.



Neue Erkenntnisse

Stammt der Entwurf des

Schlosses gar nicht von Andreas Schlüter?


Das Berliner Stadtschloss ist untrennbar mit dem Namen Andreas Schlüter verbunden. Am Umbau des Schlosses war jedoch auch der junge Hofbaumeister Christian Eltester beteiligt, der außer in Historikerkreisen in Vergessenheit geraten ist.


Wir begeben uns mit Marius Moll, einem Nachfahren des Bruders von Christian Eltester, auf Spurensuche in Berlin und Rom. Bei seinen Recherchen stößt dieser auf ein über 300 Jahre altes Dokument aus der Nikolaikirche (4), das nahelegt, was der berühmte Barockforscher Cornelius Gurlitt bereits 1893 zu beweisen versucht hat. Nämlich dass die ursprünglichen Pläne für den Umbau des Berliner Stadtschlosses nicht aus der Feder Andreas Schlüters stammen. Schlüters Baustil sowie seine Skulpturen, die Portale I und V und der Schlüterhof wurden im eher deutsch-polnischen Stil entworfen, aber das Schloss im italienischen Stil (5). Das machte den Schlüterforscher Gurlitt stutzig und er forschte nach dem Grund.


Die Lustgartenfront war die wichtigste und erste Erneuerung, auf der die Grundidee des ganzen Umbaus im römischen Barockbaustil basiert und dieser erste Entwurf (ca. Mitte 1696 bis spätestens Anfang 1698) stammt nachweislich von Eltester (6). Schlüter kannte diese Pläne und hat sie dann für sein Schlossmodell übernommen und leicht abgeändert.


Historiker sind sich bis heute jedoch uneinig, ob es sich hierbei um "ein singuläres Vorhaben" (G. Hinterkeuser, 3) handelt oder aber wie Gurlitt (2) meint, bereits die umfassende Planung beabsichtigt wurde und weitere Pläne nicht mehr vorhanden sind. Eltester hat immer auch Entwürfe für Aussenfassaden erstellt und diese sind auch nicht mehr vorhanden. Daher ist es naheliegend, dass weitere Pläne in über 300 Jahren verschollen sind. Jetzt wurde eine wichtige Verbindung zwischen Eltester und dem Barockarchitekten Gian Lorenzo Bernini entdeckt, die neue Aufschlüsse gibt, warum das Schloss so römisch aussieht und die Gurlitt damals nicht zugänglich war. Wir glauben das es eine Zusammenarbeit zwischen Schlüter und Eltester gab um das Berliner Schloss gemeinsam umzubauen.

Es galt nur ein Ziel: Eine besonders prächtige Residenz für den zukünftigen König in Preussen zu erschaffen, die mit anderen Fürstenhäusern Europas mithalten konnte.


Muss die Geschichte des Schlosses umgeschrieben werden?

Weitere Drehorte:

Rom

Lothar Lambacher

Stellvertretender Direktor des Kunstgewerbemuseums Berlin

und des Köpenicker Schlosses

Thema: Eltester in Köpenick

Dr. Arne Karsten

Professor an der Universität Wuppertal und Spezialist für italienische Barockarchitektur

Thema: Bernini, der Schöpfer des barocken Roms

Schloss Caputh

Schloss Köpenick

Zur Person: Christian Eltester (1671-1700)


Christian Eltester stammte aus einer Patrizierfamilie, die bereits seit ca. 1550 in Berlin ansässig war und ursprünglich (erste urkundliche Erwähnung 1122) aus Thüringen kam (1). Sein Vater war der kurfürstliche Mundschenk des Großen Kurfürsten und dessen enger Vertrauter am Hof und auf Reisen. Der Große Kurfürst und seine Gemahlin waren die Taufpaten seines erstgeborenen Kindes. Aus Dankbarkeit über seine Treue zum Hof schenkte der Große Kurfürst seinem Mundschenken ein Grundstück direkt gegenüber dem Eingang des Stadtschlosses, so das dieser dort sein Familienhaus bauen kann.  Genau an dieser Stelle wird heute das Einheitsdenkmal errichtet. Sein ältester Sohn war der bekannte Dichter und erste Sekretär der Akademie der Künste, Otto Christoph Eltester. 


Noch begabter war jedoch sein jüngerer Sohn, Christian Eltester (päpstlicher Hofpfalzgraf, Ritter des Ordens vom Goldenen Sporn, geadelt in Rom ca. 1692-94 für Palastentwürfe, die er für den Herzog von Mailand erstellt hat). Christian Eltesters Talent in der Zeichenkunst fiel schon früh auf und deshalb hat ihn sein Vater, sowie der Große Kurfürst und Friedrich III. über insgesamt 11 Jahre gefördert. Christian Eltesters Zeichenstil war stark von seinem 6jährigen Italienaufenthalt geprägt. In dieser Zeit hatte er Zugang zum römischen Barockbaustil und erhielt eine langjährige Ausbildung in der Architektur bei dem damals wichtigsten Architekten Roms, Mattia de Rossi. Man kann sagen, dass Friedrich III. ein sehr fürsorgliches Verhältnis zu Christian Eltester hatte, da er ihn und seinen Vater, bereits seit frühen Jahren kannte. Er ernannte ihn 1696 zum Lehrer seiner Tochter, der Prinzessin Louise Dorethea Sophie und 1697 zum ersten kurfürstlichen Hofbaumeister und Ingenieur und plante ihn ein für zukünftige große Aufgaben im Bauwesen in Berlin. Wie aus Dokumenten und Gedichten am Hof hervorgeht, wurde der frühe Tod von Christian Eltester im Jahre 1700, von Friedrich III., sehr bedauert. Es mußte gegen Ende 1699 ein Schlossbaudirektor gefunden werden und da Eltester für diese Position wegen seiner Krankheit nicht in Frage kam, fiel die Position auf Schlüter. Das war naheliegend, da er bereits das Schlossmodell erstellt hatte und seit 1698 am Bau des Schlosses beteiligt war. Erfahren Sie in diesem Dokumentarfilm, ob der Umbau zum Barockschloss im römischen Stil, wirklich auf der Idee von Andreas Schlüter basiert oder es doch Christian Eltesters Entwürfe waren? Oder gab es von Anfang an eine Zusammenarbeit? Hat Schlüter die Pläne von Christian Eltester übernommen, abgeändert und seine Portale I und V, sowie den Schlüterhof angehängt? Die Lustgartenfront war die wichtigste Erneuerung, auf der die Grundidee des ganzen Umbaus im römischen Barockbaustil basiert und dieser erste Entwurf stammt nachweislich von Eltester. Wir schildern in unserem spannenden Dokumentarfilm die Hintergründe, die bis heute fast unbekannt sind und zu dem prächtigen Barockschloss führten, dass heute wieder als Humboldt Forum aufgebaut wurde.


Zur Person: Cornelius Gurlitt (1850 -1938)

Cornelius Gurlitt gilt als Begründer der kunsthistorischen Barockforschung und ausgesprochener Schlüter-Experte. Er publizierte über 100 Bücher, viele davon über die deutsche, italienische und französische Barockarchitektur. Sein Schlüterbuch, herausgegeben bereits 1891, war eines der ersten, die sich ausführlich mit dem Umbau des Berliner Stadtschlosses zum Barockschloss, befasste. Es fielen ihm schon früh Stilbrüche auf, wie die Portale I und V, die nicht so ganz zur ansonsten so römisch wirkenden Fassade passen würden. Nach langer Forschung kam er 1893 zu dem Entschluss, dass der Entwurf von Christian Eltester stammen mußte. Er veröffentlichte diese Theorie in der Zeitung für Kunstchronik am 29. Dezember 1893, konnte seine Theorie leider nie ganz beweisen. Wichtige Dokumente waren ihm damals nicht zugänglich  und er konnte den Zusammenhang zwischen Bernini, Mattia de Rossi und Eltester nicht herstellen. In unserem Dokumentarfilm hatten wir Zugriff auf das Eltester-Familienarchiv und dadurch konnte dieser so wichtige Zusammenhang jetzt nachgewiesen werden.

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